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Safety First

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Mario Weiss und Tanja Schmid GbR
Säumerweg 11 • OT Stadl
94163 Saldenburg
GERMANY

Inhaltsverzeichnis

1. Hinweise zu LiPo-Akkus
2. Hinweise für den Bau und/oder Betrieb unserer Multicopter
3. Vorraussetzungen/Hinweise für einen sicheren Flugbetrieb

1. Hinweise zu LiPo-Akkus

Unsere Lithium-Polymer-Akkus (LiPo-Akkus) sind ausschließlich für die Verwendung für die von uns angebotenen Multicopter (UAV) sowie für die Verwendung im RC-Modellbau bestimmt. Wir bieten nur Markenakkus der Firmen SLS, Hacker, HiSystems (Vislero), JETI und Graupner an.  Bitte beachten Sie dennoch die nachfolgenden Sicherheitshinweise vor dem Gebrauch Ihres Lithium-Polymer-Akkus. Diese sind unbedingt vollständig zu lesen und dauerhaft zu befolgen. Bei unsachgemäßer Behandlung können Lithium-Polymer-Akkus explodieren, brennen und giftige Gase freisetzen sowie Verätzungen oder Vergiftungen hervorrufen.

Lagern und laden Sie LiPo-Akkus immer in einem feuerfesten Behälter, der im Falle einer Entzündung des Akkus niemals zu einer Ausbreitung des Feuers führen kann. Benutzen Sie unsere LiPo-Akkus nur für Ihr ferngesteuertes Multicoptermodell. Lagern Sie LiPo-Akkus immer trocken und dunkel in kühler Umgebung. Setzen Sie die Akkus nie direkter Sonnenbestrahlung oder zu starker Hitze aus und halten Sie die Akkus von Kindern und Unbefugten fern.

Beachten Sie unbedingt die auf dem jeweiligen Akku aufgedruckten Angaben zur Zellenanzahl und den Entladeströmen sowie Ladeströmen. Die Zellenanzahl muß unbedingt richtig im Ladegerät eingestellt werden. Die Lade- und Entladeströme dürfen in keinem Fall überschritten werden.

Benutzen Sie nur Marken-Ladegeräte, die zum Laden von Lithium-Polymer-Akkus geeignet sind. Verwenden Sie unbedingt das richtige Ladeprogramm. Stellen Sie die Zellenzahl sowie den Ladestrom und die Abschaltspannung am Ladegerät korrekt ein. Lesen und befolgen Sie die Anleitung Ihres Ladegerätes.

Beispielhafte Erklärung der Angaben auf einem LiPo-Akku am Beispiel eines 4S1P Akkus, 14,8 V mit 5000 mAh und 25C/50C Entladestrom und max. 4C Ladestrom:

4S1P bedeutet, dass der Akku aus 4 Zellen, die seriell (Pluspol an Minuspol) verlötet sind, hergestellt wurde (dafür steht das S). Das P steht für parallel und beschreibt, ob der Akku zusätzlich zur seriellen Verlötung auch noch parallel (Pluspol an Pluspol, Minuspol an Minuspol) verlötet wurde. Heute verwendet man fast ausschließlich nur seriell verlötete Akkupacks, deshalb steht hier 1P.

14,8 V bedeutet, dass der Akku eine Nennspannung von 14,8 V besitzt. Jede Lithium Polymer Zelle besitzt eine Nennspannung von 3,7 V. Diese Spannung wird mit 4 (4S = 4 Zellen im Akku) multipliziert. So ergibt sich eine Nennspannung von 14,8 V. Die Nennspannung besitzt die Zelle ungefähr im Auslieferungszustand, sie ist hier nur zu ca. 20 % vollgeladen. Der praktische Betrieb sollte bei Erreichen der Nennspannung schon beendet sein. Eine vollgeladene Lithium Polymer Zelle hat eine Spannung von 4,2 V. Mit 4 multipliziert ergibt das eine Gesamtspannung im vollgeladenen Akku von 16,8 V. Diese Spannung ist auch die Abschaltspannung für das Ladegerät.

5000 mAh bedeutet, dass die Kapazität des Akkus 5000 Milliamperestunden (5,0 Amperestunden beträgt). Diese Zahl beschreibt die „Strommenge“, die der Akku besitzt. Im gleichen Modell können Sie mit einem 5000 mAh Akku z.B. länger fliegen als mit einem 2500 mAh Akku.

25C/50C Discharge (=Entladung) bedeutet, dass der Akku maximal mit 25C (25 x 5,0 Ah = 125 Ampere) dauerhaft und maximal mit 50C (50 x 5,0 Ah = 250 Ampere) kurzzeitig für 1/10 Sekunden entladen werden darf.

4C Charge (=Ladung) bedeutet, dass der Akku maximal mit 4C (= 4 x 5,0 Ah ergibt 20 Ampere) Ladestrom geladen werden darf. Geringere Ladeströme als der maximal mögliche Ladestrom schonen den Akku und sollten angestrebt werden.

Die einzelnen Zellen eines LiPo-Akkus können durch mehrmaliges Laden und Entladen leicht unterschiedliche Spannungen bekommen. Um dies zu verhindern verwendet man sog. Balancer. Benutzen Sie zum Laden bitte immer einen geeigneten Marken-Balancer bzw. ein Ladegerät mit integriertem Balancer. Stellen Sie den Balancer/das Ladegerät immer auf die richtige Zellenzahl des zu ladenden Akkus ein. Beachten Sie die u. U. unterschiedlichen Balancer-Anschlüsse und benutzen Sie im Zweifel entsprechende Adapterkabel.

Achten Sie beim Anstecken des Ladegerätes, des Balancers und auch der Stromversorgung im Modell immer auf die richtige Polung. Das rote Kabel ist der Pluspol, das schwarze Kabel ist der Minuspol. Die Balancerkabel sind jeweils mit plus und minus der einzelnen Zellen verbunden. Die Farben der Balancerkabel können auch abweichen, dann müssen Sie die korrekte Polung unbedingt mit einem Messgerät nachmessen und für den richtigen Anschluß des Balancer-Steckers sorgen. Jeder Akku hat genau ein Balancerkabel mehr als er Zellen hat, da immer zwischen den Zellen abgegriffen wird (z.B. hat ein 4S Akku 5 Balancerkabel). Es empfiehlt sich, wenn Sie nicht sicher sind ob Ihr Balancer richtig arbeitet, am Balancerstecker mit einem einfachen Messgerät auch die Spannungen der einzelnen Zellen zur Kontrolle zu messen. Schließen Sie hierfür ein Gegenkabel und daran das Meßgerät an (isoliert). Achten Sie unbedingt darauf, keinen Kurzschluss zu erzeugen!

Auf dem Markt werden die Akkus mit unterschiedlichen Stecksystemen an den beiden dicken Hochstromkabeln oder auch ohne Stecker ausgeliefert. Verwendete Stecksysteme müssen unbedingt für die Stromstärke, mit der der Akku belastet werden darf, ausgelegt sein. Deshalb hat zum Beispiel unsere majaCam F6-S einen in Ihren Augen vielleicht überdimensionierten Anschluss, dieser berücksichtigt aber die max. Stromstärke der in diesem Modell verwendbaren Akkus. Sollten Sie Ihren Akku selber bestücken wollen, dann verwenden Sie nur ausreichend dimensionierte und hochwertige Goldstecker und achten Sie auf eine saubere und stabile Verlötung. Isolieren Sie alle spannungsführenden Teile mit hochwertigem Schrumpfschlauch: Kurzschlussgefahr! Auch beim Transport und der Lagerung des Akkus dürfen keine spannungsführenden Teile sichtbar sein.

Laden sie Ihren Akku immer nur bis maximal 4,2 V pro Zelle, dies entspricht auch der Abschaltspannung der gängigen Ladegeräte. Entladen Sie Ihren Akku unter Last nie weiter als 3,3 V pro Zelle. Im Ruhezustand (also gemessen ohne Belastung) sollte die Spannung pro Zelle nicht unter 3,7 V liegen. Eine tiefere Entladung führt zur Zerstörung des Akkus. Verlassen Sie sich nicht auf etwaige Sicherheitseinstellungen in der Flugelektronik, Sie können sich z.B. selbst zuerst mit nur sehr kurzen Flügen und anschließendem Messen der Zellenspannung Stück für Stück an die maximale Flugzeit herantasten und später Ihre Flugelektronik entsprechend einstellen und/oder (wenn verfügbar) zusätzlich eine Stoppuhr im Sender nutzen. Belassen Sie ca. 20% Restkapazität im Akku. Nach der Benutzung (leerer Akku) sollten Sie ca. 80% der Nennkapazität einladen können. Die nachgeladene Kapazität zeigt Ihr Ladegerät am Ende des Ladevorgangs an.

Beachten Sie, das bei den von uns angebotenen Akkus die Spannungslage bis zum Ende der Entladung nahezu gleich stabil bleibt. Ein leer werdender Akku kann nicht durch nachlassende Leistung oder Drehzahl des Flugsystems erkannt werden. Stellen Sie immer sicher, dass die Elektronik frühzeitig reagiert und Sie warnt, so dass Sie noch sicher zum Startplatz zurück kehren können und der Akku bei der Landung nie weniger als 3,7 V pro Zelle im Ruhezustand aufweist!

Wenn Sie den Akku längere Zeit nicht benutzen wollen, lagern Sie ihn in keinem Fall vollgeladen, sondern mit ca. 3,8 V pro Zelle und in kühler Umgebung.

Da wir den sachgemäßen und richtigen Umgang nach der Auslieferung nicht kontrollieren können, lehnen wir jegliche Haftung für Schäden und Folgeschäden jeder Art ab. 

2. Hinweise für den Bau und/oder Betrieb unserer Multicopter

Gehen Sie beim Bau und beim Betrieb unserer Produkte äußerst gewissenhaft vor. Sichern Sie alle Schrauben, die nicht mit selbstsichernden Muttern gesichert werden (z.B. Befestigungsschrauben der Motoren), mit einem entsprechenden Schraubensicherungslack. Verlegen Sie Empfängerantennen nicht parallel zu Metall- oder Kohlefaserteilen und achten Sie auf eine freie Abstrahlung nach unten. Vermeiden Sie beim Bau mögliche Scheuerstellen zwischen Rahmen und Kabeln.

Steckverbindungen von Kabeln an Empfänger, Flugsteuerung und Akku sind regelmäßig auf festen Sitz zu prüfen und vor Vibrationen zu schützen. Stellen Sie vor jedem Flug den Ladezustand ihres Flugakkus und des Senders sicher und prüfen Sie Ihre Luftschrauben auf Beschädigungen und feste Montage.

Sollten Sie vor einem Start auch nur geringste Zweifel am technischen Zustand Ihres Modells haben, STARTEN SIE NICHT! Beheben sie auch kleinste Mängel sofort oder stellen Sie den Flugbetrieb ein.

Ferngesteuerte Flugmodelle sind keine Spielzeuge im herkömmlichen Sinn und können bei Fehlern oder Nachlässigkeit erhebliche Sach- oder Personenschäden zur Folge haben! Fliegen Sie daher nicht risikofreudig oder über Ihre Fähigkeiten hinaus. Seien Sie sich bewusst, dass der Betrieb und die Wartung ferngesteuerter Flugmodelle technisches Verständnis, handwerkliche Sorgfalt, sowie Disziplin und Sicherheitsbewusstsein erfordert.

Für Haftungs- und Folgeschäden beim Bau oder beim Betrieb von und mit unseren Produkten können wir nicht aufkommen, da ein fachgerechter Aufbau, ordnungsgemäßer Betrieb und eine regelmäßige Wartung von uns nicht überwacht werden kann! 

3. Voraussetzungen und Hinweise für einen sicheren Flugbetrieb

3.1 Der KP-Index: Das Kompass- und GPS-Flugwetter
Der KP-Index ist eine Darstellung der Teilchenstrahlung, die auf die Erde trifft und deren Auswirkung auf das Erdmagnetfeld. Es gibt eine Skala von 1 bis 9, wobei 1 bis 3 in grün (4 in gelb) angezeigt wird und eine geringe Veränderung des Magnetfeldes darstellt. Werte von 5 oder mehr sind rot markiert und kritisch für die genaue Bestimmung einer GPS Position in Verbindung mit einem Magnetkompass.

Multikopter-Flugsteuerungen werden ab einem Wert von 5 deutlich gestört. Dies kann zu unvorhersehbaren Flugmanövern führen. Bitte vermeiden Sie daher die Benutzung von GPS- und/oder kompassgestützten Systemen während der roten KP Phase bzw. bei starken Sonnenstürmen.

Mehr Details finden Sie auch unter: www.swpc.noaa.gov/products/planetary-k-index und unter www.n3kl.org/sun/noaa.html.

Current Solar Data (from NOAA)

 

3.2 Die Beaufort-Skala: Ausdruck für die Windstärke
Per Definition entsprechen Beaufort dem Beispiel für die Auswirkung des Windes im Binnenland: Mit einem Messgerät lässt sich leicht am Flugort die Windstärke ermitteln. Wir selbst fliegen bis max. 5-6 Beaufort (je nach Einsatzzweck) und empfehlen, zum sicheren Einsatz unserer angebotenen Flugsysteme, diese Beaufort-Marke für sich selbst und nur bei ausreichenden Flugkenntnissen ebenfalls als Maximum zu übernehmen. Die Angaben m/s und km/h beziehen sich auf die mittlere Windgeschwindigkeit in 10m Höhe über freiem Gelände.

Beaufort Bezeichnung m/s km/h
0 Windstille 0,0 - 0,2 < 1
1 leiser Zug 0,3 - 1,5 1 - 5
2 leichter Wind 1,6 - 3,3 6 - 11
3 schwacher Wind 3,4 - 5,4 12 - 19
4 mäßiger Wind 5,5 - 7,9 20 - 28
5 frischer Wind 8,0 - 10,7 29 - 38
6 starker Wind 10,8 - 13,8 39 - 49
7 steifer Wind 13,9 - 17,1 50 - 61
8 stürmischer Wind 17,2 - 20,7 62 - 74
9 Sturm 20,8 - 24,4 75 - 88
10 schwerer Sturm 24,5 - 28,4 89 - 102
11 orkanartiger Sturm 28,5 - 32,6 103 - 117
12 Orkan ab 32,7 ab 118

 

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